Der Busch
Der Busch

Aktuelles aus dem BisdorfReport

Ein Naturschutzprojekt von uns initiiert und gesteuert,

in Zusammenarbeit mit der Verwaltung Graf von der Schulenburg, durch die auch die Flächen zur Verfügung gestellt werden.

Nach der Durchführung der ersten Projekte sollen hier Erfolge aufgezeigt werden.

 

die ersten Projekte wurden gefördert vom

 

NLWKN

Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.

 

 

Wir bedanken uns für die sehr angenehme Zusammenarbeit, natürlich auch mit den genehmigenden Behörden.

 

Die Stillgewässer zeigen trotz der extremen Trockenheit im Frühjahr – Sommer 2015 einen akzeptablen Wasserstand, ein völliges Trockenfallen ist nicht zu erwarten.

Es zeigt sich, dass die Gewässer einen hohen Biotopwert für die Fauna aufweisen.

Die Gewässer wurden mit Kameras beobachtet, sie senden Bilder über das Mobilfunknetz, so entfällt das störende „Auslesen“ der Bilder.

Eisvogel, Waldwasserläufer oder Flußuferläufer (unwahrscheinlicher: Bruchwasserläufer, Tringa glareola), Kraniche (außerhalb der Zugzeit), Graureiher, brütende Stockenten wurden gesichtet. Im Dezember 2015 wurde ein Seeadler gesichtet. Der Schwarzstorch wurde hier zur Futtersuche beobachtet.

Insbesondere der Eisvogel darf inzwischen als „stationär“ angesehen werden. Er nutzt alle neuen Gewässer, in denen z.T. schon Kleinfische gesichtet wurden, die wahrscheinlich durch Enten eingeschleppt werden.

Amphibien konnten vereinzelt gesichtet werden, sie leiden sicherlich unter der noch fehlenden Deckung.

Rotwild, Rehwild, Schwarzwild, Hasen, Marder, Dachs suchen die Gewässer auf. Allerdings auch der Waschbär, der Marderhund und der Nutria.

Die Kopfweidenallee zeigt trotz der extremen Trockenheit kaum Ausfälle, Fegeschäden durch ein Feisthirschrudel werden scheinbar ausgeglichen.

Der Magerrasen zeigt sehr wenig massereiche Gräser, die Hecken wurden zurückgedrängt.

Die im Zaun aufgeforsteten Flächen (Eiche, Hainbuche, div. Sträucher) wurden bereits durch die Forstverwaltung gepflegt und zeigen erstaunlich wenig Ausfälle. Stürme haben insbesondere in den umliegenden Fichtenreinbeständen erneut Freiflächen geschaffen.

 

 

 

Erfassungsbogen durch das NLWKN von 1986:

Die rot markierten Arten wurden in 2015 aufgefunden. Das bedeutet nicht, dass die nicht aufgefundenen Arten nicht vorhanden sind.

 

Pyrus pyraster (Wildbirne) ist mit mindestens 120 Individuen !  vorhanden (mit GPS erfasst und markiert).

Malus sylvestris (Wildapfel) ist mit mindestens 35 Individuen vorhanden, (mit GPS erfasst und markiert), wovon fünf, verteilt stehende, Exemplare freundlicherweise von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA), Abteilung Waldgenressourcen genetisch untersucht wurden. Vier Proben jeweils von Blättern, Feinästen und Früchten wurden als „nicht hybridisiert“ bezeichnet.

Das beprobte, hybridisierte Exemplar wurde aufgrund seines abweichenden Aussehens als Gegenprobe ausgewählt, womit unser „Ansprechen nach dem Phänotyp“ bestätigt wurde.

Es wurde begonnen die Wildobstbäume zu fördern und im Einzelfall auch von konkurrenzstarken Bedrängern, die nicht zu dem teilweise umgebenden Biotoptyp „Trockengebüsch / Schlehen- und Rosengebüsch“ (BTa) gehören, zu befreien.

Auch ziehen wir in Betracht die augenscheinlich hybridisierten Exemplare des Wildapfels zu entfernen.

Es ist davon auszugehen, dass noch nicht alle Individuen des Wildobstes gefunden wurden.

 

Weisergatter um einzelne Exemplare in möglichst verschiedenen Biotoptypen wurden errichtet, eine Auswertung kann sinnvoll erst nach einigen Jahren erfolgen.

Die trotz des hohen Abschusses (über 11Stck/100ha) offenbar immer noch steigende Rehwildpopulation muss im Fokus bleiben, allerdings wiegen die Fegeschäden schwerer als die Verbissschäden.

 

Die Population der Knabenkräuter hat sich erwartungsgemäß noch nicht wieder eingestellt, die Flächen sind manuell mit großer Vorsicht  freigestellt.

Die zweite Seite der Erfassung von 1986

 

Die oben erwähnte intensive Grünlandnutzung (Düngung, häufige Mahd) wurde aufgegeben. Ein Wildacker wird seit über 15 Jahren nicht mehr betrieben (und ist mir auch nicht bekannt)

Die Säume mit dem echten Alant wurden gefördert. Die Wiesen mit Hochstaudenfluren werden erst im September oder noch später gemäht.

So haben sich die artenarmen Bereiche der Wiesen in den letzten Jahren unter dem Aspekt der Artenvielfalt deutlich verbessert. Massebildende Gräser wurden nicht mehr gefördert.

 

Neben den geförderten Projekten führen wir auch weiterhin verschiedene Maßnahmen in Eigenarbeit durch.

 

Der Eisvogel ist nun heimisch

Waldwasserläufer oder Flußuferläufer (unwahrscheinlicher: Bruchwasserläufer, Tringa glareola) wurden gesichtet.

Kraniche sind regelmäßig anzutreffen, auch außerhalb der Zugzeit. Auf den Wiesen findet seit 2015 Eine Kranichbalz statt.

Der Schwarzstorch nuntzt die Stillgewässer zur Nahrungssuche.

Der BisdorfReport

In diesem, laufend aktualisierten, Statusbericht mit Vorschlägen für weitere Maßnahmen für das

 

Revier

Bisdorf / Gemarkung Rhode

Verwaltung Graf von der Schulenburg – Wolfsburg

Nordsteimke

 

erstellt und überreicht durch

 

Carsten Busch

DER BUSCH

Schulenburgstraße 33

38446 Wolfsburg

derbusch@wolfsburg.de

www.derbusch-gartenbau.de

05363-74491

 

werden einzelne Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität in einer Kulturlandschaft erarbeitet und protokolliert.

 

Einbezogen wurden:

 

1.

Daten, Karten und Zielvorstellungen des

Landschaftsplanes der Stadt Königslutter,

 

2.

Zielvorstellungen und Texte des

LÖWE – Programmes der niedersächsischen Landesforsten

 

3.

Zielvorstellungen des

Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz und dem Niedersächsischen Naturschutzgesetz..

 

4.

Persönliche Beobachtungen und Ergebnisse aus selbst durchgeführten Maßnahmen im Verlaufe der letzten 15 Jahre.

 

Ziel ist es, einzelne Projekte vorzustellen und ihre Durchführung zu protokollieren. Diese Maßnahmen sollen in einem definierten Bereich die Qualität der vorhandenen Lebensräume im Sinne der Biodiversität, verbessern. Zum Teil kann sich durch die Maßnahmen auch die Ausdehnung einzelner Biotope vergrößern. Ein besonderer Reiz liegt in der Tatsache, dass sich die einzelnen Biotoptypen und Flächen sinnvoll miteinander vernetzen lassen. 

 

Ebenso sollen Fördermöglichkeiten durch Stiftungen, Verbänden oder Behörden eruiert werden.

Der Eigentümer hat sich bereit erklärt die betroffene Fläche von ca. 30 Hektar aus der Bewirtschaftung zu entnehmen und für das Projekt zur Verfügung zu stellen.

 

Es geht ausdrücklich nicht um die Entnahme von Landschaftsteilen aus dem menschlichen Einfluss, sondern um Naturschutz in einer vom Menschen genutzten und überformten Kulturlandschaft.

 

Die Beeinträchtigung der Forst – und Landwirtschaft sollen ein, für den selbst wirtschaftenden Grundeigentümer, erträgliches Maß annehmen.

Die Ausarbeitung erfolgte auf Wunsch des Grundeigentümers Günther Graf von der Schulenburg.

 

Die Bejagung des Raubwildes sollte systematisch intensiviert werden, ebenso ist die hohe Rehwildpopulation zu beobachten und gegebenenfalls zu verringern.

 

Auch ist der Kontakt zur Landwirtschaft zu fördern, z.B. für die Anlage der Blühstreifen, der Bienenweiden, zur Anlage von Feldgehölzen oder der Behandlung der Feld- und Wegeränder.

Eine jahreszeitlich späte Nutzung der Wiesen durch Heugewinnung oder die Beweidung durch Schafe ist durchaus gewünscht und sinnvoll zu organisieren.

 

 

Es sollen vorhandene Biotope, die zum Teil  schon den Schutz § 30 des Bundesnaturschutzgesetzes genießen, gefördert oder verbessert werden, oder Biotopansätze oder Fragmente in Ihrer Ausdehnung vergrößert werden.

Mit dem Bau von weiteren Stillgewässern zu den bereits vorhandenen, werden auch neue Kleinbiotope geschaffen. Das Vorhandensein günstiger Voraussetzungen für diese Neuanlagen wurde sorgfältig geprüft, insbesondere die geologischen Verhältnisse der benachbarten Flächen. Der „Wasserhaushalt“ der infrage kommenden Flächen wurde mehrere Jahre beobachtet.

Die geologischen Verhältnisse, mit in Niedersachsen z.T. seltenen Böden (z.B. Ranker), bewirken eine große Amplitude zwischen staunass und trocken, da dieser -für den Naturschutz sehr wertvolle Boden- sehr durchlässig ist.

 

Die Schaffung wertvoller (Kultur-) Landschaftsbilder steht stark im Fokus der Maßnahmen.

NHALT

 

Biotopflächen und ihre Bedeutung

 

    

Reportagen bereits durchgeführter Projekte und Vorschläge zu weiteren konkreten Maßnahmen

 

  1. Stillgewässeranlage          bereits durchgeführt
  2. Prallhang                              offen
  3. Feuchtbiotop                        bleibt unbearbeitet
  4. Wildbirnen und Wildäpfel                                                                     Förderung teilweise bereits erfolgt,    Weisergatter bereits angelegt. Erweiterungder  Maßnahmen wünschenswert
  5. Knabenkräuter         Förderung durchgeführt, profitiert durch die Maßnahme 4/6
  6. Magerrasen                       bereits durchgeführt,                                                   Erweiterung der Maßnahmen wünschenswert
  7. Strauchzone                       profitiert durch die Maßnahmen 4/6
  8. Wiesen mit Hochstaudenfluren                                                                                                                   offen
  9. Stillgewässer                     bleibt unbearbeitet
  10. Brache                          Kopfweidenallee bereits angelegt,                   Stillgewässer                     angelegt
  11. Hecken                                offen

 

 

Allgemeines

 

Vernetzung                       Blühstreifen werden bereits angelegt

Jagd                                  Rehwildbejagung wurde intensiviert

Risiken / Probleme

 

Karten im Anhang

 

Bodentypen

Extremstandorte nach BUEK 50

Grundwasserneubildung

Landschaftsbildeinheiten

 

 Vogelwelt

 

Rebhuhn (Perdix perdix)

Schwarzsorch

Eisvogel (Alcedo attis)    

Kranich

Biotopflächen und ihre Bedeutung

Bewertung_Tier_Pflanzenartenschutz
sehr hohe Bedeutung für den Tier- und Pflanzenartenschutz
hohe Bedeutung für den Tier- und Pflanzenartenschutz

Biotoptypen-Flaeche
Acker
Fels-, Gesteins- und Offenbodenbiotope
Fließgewässer
Gartenbau-Biotope
Gebüsche und Kleingehölze
Gehölzfreie Biotope der Sümpfe, Niedermoore und Ufer
Grünanlagen der Siedlungsbereiche
Grünland
Heide-/Magerrasen
Ruderalfluren
Siedlung
Stillgewässer
Verkehrsflächen
Wald

Die rot schraffierten Bereiche sind Flächen mit landesweiter Bedeutung für den Arten- und Ökosystemschutz sowie den Schutz erdgeschichtlicher Landschaftsformen, die zum Zeitpunkt der Kartierung aus Sicht der Fachbehörde für Naturschutz schutzwürdig waren und unter "Wertvolle Bereiche" erfasst sind. Diese Flächen liegen komplett innerhalb des hier vorgeschlagenen Bereiches für Maßnahmen zur Erhöhung der Biodiversität.

 

Die erfassten Flächen haben keinen Status als Naturschutzgebiete, wohl aber zum Teil einen geschützten Status durch ihre Art und Ausdehnung, welche -auch vor einer irgendwie gearteten Erfassung- automatisch zu einem geschützten Bereich nach §30 des Bundesnaturschutzgesetzes führen.

Die Erfassung im Landschaftsplan der Stadt Königslutter stellt eine Empfehlung dar, die Flächen in ihren schützenswerten Aspekten zu entwickeln. Eine Entwicklung der Flächen unter Aspekten des Naturschutzes, kann unmittelbar die Änderung des Status in ein geschütztes Biotop -nach dem Bundesnaturschutzgesetz- bewirken oder schutzwürdige Biotope oder Biotopfragmente auf vorher nicht geschützte Bereiche ausdehnen.

 

 

Die Forstverwaltung führte im Herbst 2009 einen Holzeinschlag durch, der im Prinzip einige Vorgaben des LÖWE – Regierungsprogrammes (Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung) zur ökologischen Waldentwicklung des Landeswaldes aufgreift: Entnahme standortfremder Hölzer, Förderung standortgerechter Hölzer, hier der Laubmischwald der Ostbraunschweigischen Hügellandschaft, Naturverjüngung ohne Zaun, differenzierter Altersaufbau.

Das LÖWE – Programm betrifft als Vorschriftenkanon zwar nur den landeseigenen Wald, darf aber gleichzeitig als „Willensbekundung“ der niedersächsischen Landesregierung für alle Waldflächen in Niedersachsen aufgefasst werden.

 

Die Flächen befinden sich in der Waldbauregion 5 des LÖWE – Programmes  „Ostbraunschweigisches Hügelland“.

Interessehalber werden im Folgenden die entsprechenden Grundsätze des LÖWE – Programmes (Langfristige, ökologische Waldentwicklung in den Niedersächsischen Landesforsten) beigefügt.

Der Population der anspruchsvollen Edellaubbaumarten Wildbirne und Wildapfel sollte, wie noch zu erläutern ist, Vorrang eingeräumt werden, hier geht es unmittelbar um den Erhalt des genetischen Potentiales dieser selten gewordener Wildobstsorten. Ebenso hochrangig wird die Entwicklung von Erlenbruchwaldfragmenten eingeschätzt, hier in Verbindung mit der Anlage von Stillgewässern.

Innerhalb und im Saum des hier vorgeschlagenen Bereiches befinden sich nur noch Kleinbestände an Kiefern und Fichten. Es sind kaum forstwirtschaftlich interessante Bereiche betroffen.

Geschützte Biotope, z.B. nach §30 des Bundesnaturschutzgesetzes:

Geschuetztes_Biotop_oder_Feuchtgruenland
Besonders geschütztes Biotop/ Besonders geschütztes Feuchtgrünland (nach §28a NNatG / jetzt § 30 des Bundesnaturschutzgesetzes)

Im Vergleich dazu, der Maßnahmenbereich unseres Projektes:

Diese Fläche stellt der Eigentümer zur Verfügung.

 

Die bereits bearbeiteten und die Flächen mit geplanten Maßnahmen liegen komplett in der Zielkategorie „Sicherung von Gebieten mit Bedeutung für Arten/Biotope“.

Ebenso sind die bereits erfassten geschützten Flächen integriert.

Vergleichend die Zielkategorien des Landschaftsplanes Königslutter:

Laubmischwälder
WM - Naturnahe Laub- und Laubmischwälder mesophiler Standorte
WN - Naturnahe Feucht-, Nass- und Bruchwälder der Niedermoore/Niederungen
WS - Naturnahe Laub- und Laubmischwälder bodensaurer Standorte
WT - Naturnahe Laub- und Laubmischwälder trockener Standorte

Zielkategorien
Sicherung von Gebieten mit Bedeutung für Arten/Biotope
Verbesserung beeinträchtigter Teilbereiche dieser Gegend
Sicherung/Verbesserung von Gebieten mit Bedeutung für Arten/Biotope, Landschaftsbild, Boden/Wasser, Klima/Luft
Vorrangige Entwicklung/Wiederherstellung in Gebieten mit geringer Bedeutung für alle Schutzgüter
Umweltverträgliche Nutzung in allen übrigen Gebieten mit geringer Bedeutung für alle Schutzgüter

Die einzelnen Projekte

1

Fertig gestellt

Anlage von 5 Stillgewässern,  gefördert vom Land Niedersachsen

 

Die Maßnahme wurde im September  2014 abgeschlossen.

Anliegend sind bachbegleitende Erlenbruchwaldfragmente und eine Wiese, die extensiv genutzt wird, (1 Mahd frühestens nach der Blüte).

 

Für die Anlage von Stillgewässern geeignete Fläche in einer Senke vor Beginn der Arbeiten:

 

Durch ein Vermessungsbüro wurden 2 Punkte mit den absoluten Höhen über Normal Null angelegt. Alle Teiche können vollflächig von einem Kreisellaser erfasst werden.

So konnten die Höhen von den Maschinenführern während der Arbeiten ständig kontrolliert werden.

Ebenso wurden vom Vermessungsbüro nach unseren Vorgaben pro Teich 8 – 15 Vermessungspunkte mit Höhen im Gelände angelegt. Anhand dieser Vermessungspunkte konnten Lage- und Umrisspläne und je ein Querschnitt und ein Längsschnitt pro Gewässer, zur Vorlage bei den Genehmigungsbehörden erstellt werden.

2 Probeeinschläge bis in 150 cm Tiefe wurden bereits 1 Jahr vor Baubeginn im Bereich der anzulegenden Teiche erstellt. Hier konnte der anstehende „Wasserdruck“ ermittelt werden.

 

 

Lageplan mit Höhenmesspunkten und Schnitt mit vermutetem Wasserstand:

Für die Erstellung der Stillgewässer wurden alle erforderlichen Genehmigungen durch die Wasserbehörde und die Naturschutzbehörde erteilt.

Die Stillgewässer wurden nicht an den naheliegenden Graben angeschlossen, dieser fällt in niederschlagsarmen Sommern trocken, allerdings führt er nach geringen Niederschlägen sofort wieder Wasser.

"Schichtquellen" am Grund speisen den vorhandenen älteren Reverenzteich, der in den Jahren (2007 – 2014) niemals komplett trockengefallen ist. Auch kann aus dem alten Fischteich regelmäßig ein Wasserabfluss ohne Absinken des Wasserstandes bei völlig fehlendem Eintrag von Oberflächenwasser beobachtet werden. Nach einem versehentlichen Leerlaufen des alten Teiches (Wehr durch Verrottung defekt) konnte ein Wiederansteigen des Wasserstandes trotz vorangegangener sehr niederschlagsarmer Monate, bei ausgetrocknetem Oberflächenzulauf beobachtet werden. Bereits geringe Niederschlagsmengen führen unmittelbar zum Anstieg des Wasserspiegels in den Teichen.

Diese Beobachtungen bestätigten vorab das hohe Grundwasserneubildungspotential der Flächen. Was erwarten lässt, dass die Monate mit wenig Niederschlag ausgeglichen werden können.

 

Neben div. Libellen und Amphibien, konnte ich ab dem Jahr 2008 an dem alten Teich und dem neuen Gewässer 2 Eisvögel und Teichhühner bestätigen. Die temporäre "Forcierung" der Entenpopulation brachte eine interessante Wiederbelebung beider Gewässer nach jahrzehntelanger Verarmung der Fauna.

 

Im Gegensatz zu dem alten Fischteich wurde bei der Neuanlage der Stillgewässer in erster Linie Wert auf ausgeprägte Ufer und Flachwasserzonen und nicht auf eine ausgedehnte Wasserfläche gelegt. Die schon vorhandenen bachbegleitenden Bruchwaldfragmente sollen sich auf natürlichem Wege hin zu den Stillgewässern vergrößern.

 

Alle Gewässer haben eine bewaldete und eine zur Wiese hin offene Seite.

 

Der Verzicht auf Düngung der Wiesen (mit hohem Stoffaustragspotential auch bei Dauervegetation) und damit die Verringerung von Düngereintrag in die Gewässer ist absolut wünschenswert. Seit einigen Jahren wird bereits auf Düngemaßnahmen verzichtet.

Die Lage der neuen Stillgewässer:

Da der Boden aufgenommen und geladen werden musste, kam ein Kettenbagger zum Einsatz Ausgebaggertes Material  wurde laut Baugenehmigung, nicht vor Ort abgelagert.

5700 Tonnen Boden wurden mit einem 3 achsigen Muldenkipper mit Allrad und breiter Terrabereifung verfahren und auf einer aufgelassenen Ackerfläche flach angedeckt.

Eine Trasse zum Transport des Bodens wurde vorab beräumt.

 

Die  während der Bauphase herrschende Trockenheit führte nur zu vernachlässigbaren Flurschäden – der September wurde bewusst als Durchführungszeitraum gewählt, da dieser Monat im Mittel der Monat mit dem geringsten Niederschlag ist.

Die Tragschichten der befahrenen Wege wurden erhalten, bzw. durch die Terrabereifung zusätzlich verdichtet.

Die Fahrten abseits befestigter Wege wurden auf ein Minimum beschränkt.

 

 

Eine für die Anlage eines Stillgewässers vorgesehene Fläche im Jahr vor der Maßnahme:

Der erste Spatenstich:

Die Stillgewässer füllten sich, trotz geringem Wasservorrat im Boden, innerhalb weniger Wochen mit Wasser. Wassereintrag durch Niederschlag während dieses Zeitraumes war nicht vorhanden.

Im Januar 2015 liegt der tatsächliche Wasserstand in allen Gewässern über dem, in der Planung vermuteten Wasserstand.

Die Gewässer sind praktisch „randvoll“.

Das stellt durch die langgezogene Gestaltung der Flachwasserzonen kein Problem dar. Die Flachwasserzonen bleiben erhalten.

Auch in der sehr trockenen Periode Frühsommer - Sommer 2015 ist eine ausreichend Wassertiefe vorhanden, um vom Röhricht freie Wasserflächen zu erhalten.

 

Erste Besiedlung durch Amphibien und Libellen. Wasservögel, Reh- Schwarz- und Rotwild nutzen die Gewässer regelmäßig, Hasen, Marder usw. werden angezogen.

Ein Gewässer wurde zu einer Entenbrut genutzt.

Das Wasser zeigt sich meist klar und offenbar relativ Nährstoffarm.

 

Die Zone um die neu geschaffenen Gewässer weist ein sehr hohes Potential zur Grundwasserneubildung auf, Teile des in das Grundwasser eingetragenen Niederschlages werden auf diesem Wege in regelrechten Schichtquellen in die Stillgewässer geführt, der bereits seit längerem bestehende Teich ließ das durch eine eisfreie Zone (Wasserbewegung) im Winter bereits vermuten.

 

Da die Gewässer nicht an den anliegenden Graben angeschlossen sind werden sie nicht „entwässert“ ein gewünschter Beitrag zur Wasserretention.

 

Eisloch durch einströmendes Wasser am Grund eines älteren Gewässers:

Im Juli 2015 wurde der

Waldwasserläufer (Tringa ochropus)  oder der Flussuferläufer (Actitis hypoleucus) wiederholt an einem der neu erstellten Gewässer gesichtet, eine genaue Bestimmung war noch nicht möglich, da wir die Zone möglichst störungsfrei halten wollen.

Beide sind aus der Familie der Schnepfenvögel. Während der Flußuferläufer ein Langstreckenzieher ist und vorwiegend in Afrika überwintert, ist der dämmerungsaktive Waldwasserläufer ein Kurz- bis Langstreckenzieher, der in unseren Breiten brütet und auch überwintern kann.

Als Durchzügler halten sich beide auch an Binnengewässern aller Art auf. Kurzfristig sind sie dann auch an kleinsten Tümpeln und Pfützen zu beobachten. Auch künstliche Gewässer wie Fischteiche, Stauseen oder Baggerseen werden von ihnen genutzt.

Sie sind  in Niedersachsen als besonders oder streng geschützt gelistet.

 

Im Juli 2015 wurden Kleinfische unbekannter Herkunft in dem größten der Stillgewässer gesichtet.

Der Eisvogel konnte wiederholt bestätigt werden, er nutzt offenbar alle neu angelegten Stillgewässer.

Im  August 2015 wurden 2 Kraniche  gesichtet.

Im Frühjahr 2017 wurden der Schwarzstorch und ein Kranichpaar durch eine Fotofalle bestätigt:

LÖWE:

 

2.10.

d) Waldinnenränder entlang von Fließgewässern, Stillgewässern  ..... sind möglichst der natürlichen Entwicklung zu überlassen.

Fehlbestockungen sollen den individuellen Bedingungen des Biotops angepasst allmählich zurückgenommenwerden.

.....

2

offen

Prallhang (Eisvogel)

 

Regelmäßige Sichtung des Eisvogels / Vogel des Jahres 2009

Am älteren Teich kann ein Prallhang  zur Schaffung von Brutmöglichkeiten für den Eisvogel entstehen (wiederholte Sichtungen), hier befindet sich ein Geländeversprung von ca. 150 - 200 cm der ausgebaut werden könnte. Länge ca. 40 m.

An der vorgesehenen Stelle ragt ein sandiger Lehm in einer Bodenwelle direkt in den Erlenbruch mit seinem Graben und in den neuen Teich hinein.

 

 

 

An dieser Stelle wäre bei größerer Fließgeschwindigkeit sicherlich auf natürlichem Wege ein Prallhang entstanden.

Zu diesem Teich und seiner Umgebung führt kein befestigter Weg, der Besucherdruck ist entsprechend gering.

Die (grasigen) Wirtschaftswege als Verbindung zwischen den Wiesen sind ungepflegt.

Der Teich ist inzwischen mit Fischen besetzt. Eine Quelle am Grund des Teiches bewirkt eine eisfreie Zone weit in den Winter hinein.

 

Weil der Eisvogel für seine zwei bis drei Bruten pro Jahr jeweils eine andere Röhre oder am liebsten eine andere Wand benützt, ist ein Netz von 3-4 Wänden in einem potentiellen Brutgebiet von Vorteil. Je nach Stabilität einer abgestochenen Wand muss diese alle 1-3 Jahre wieder nachgestochen werden. Die Steilwand muss in sandig-lehmigem Boden stehen, welcher nicht zu hart zum Graben ist, aber genügend Stabilität aufweist, damit die Röhre nicht einstürzt. Nasse und steinige Böden eignen sich nicht. Das circa 30 cm tiefe Vorgraben von zwei leicht ansteigenden Röhren pro Wand (Durchmesser 8 cm) 80 cm unter der Oberkante und im Abstand von 70 cm voneinander hat sich bewährt. Dies gaukelt dem Eisvogel vor, dass dieser Platz bereits benützt worden ist. Alte Röhren werden oft wiederbesetzt.

 

Nach dem Winter 2009 / 2010 ist es zu einem massiven Einbruch der Eisvogelpopulation gekommen. Ab 2014 konnte der Eisvogel wieder regelmäßig gesichtet werden.

 

 

 

Maßnahme:

 

Das Profil des vorhandenen Geländeversprunges dahingehend verändern (abstechen), das ein Steilhang entsteht.

Kiefern fällen und beräumen zur Herstellung der Baufreiheit

Mutterboden mit Raupenbagger aufnehmen

Seitlich lagern

Boden aufnehmen

Direkt oberhalb des Steilhanges wieder andecken

Mutterboden wieder andecken

3-6 Röhren 40 – 60 cm tief, leicht aufwärts geneigt erstellen

 

 

Geschätzte Kosten netto:

 

Landschaftsbauer Baufeldfreimachung

Röhren anbringen                                                     64 Std x 40,-              2560,-

Kleingeräte                                                                24 Std x 12,-               288,-

Bagger 12 Tonnen, inkl. Fahrer, inkl. Betriebsstoffe           

3 Tage x 750,-            3000,-

 

Summe                                                                                                         5848,-                                                                                               

An diesem Teich -eingebunden in das System aus Stillgewässern- neben einem Fließgewässer befindet sich ein Geländeversprung, der die Anlage eines Prallhanges mit Brutmöglichkeiten für den Eisvogel erlaubt.

Die mögliche Lage des Prallhanges innerhalb des Maßnahmengebietes.

3

bleibt offen, keine Maßnahme geplant

Feuchtbiotop, vereinzelt

 

Der Erlenbestand dieser staunassen Fläche wurde begründet. Obwohl auf einigen Karten erfasst, kann der Status dieser Fläche nicht geklärt werden. Der kürzlich erfolgte forstwirtschaftliche Eingriff würde allerding -mit der Entfernung standortfremder Hölzer im Randbereich- einem Schutzziel entgegenkommen.

Ob dieses vereinzelt liegende Biotop nach §30 des BNatSchG geschützt ist, ist mir unbekannt, ich vermute nicht.

Zu diesem Bereich besteht kein Oberflächenzufluss.

 

 

Maßnahme

Vorerst keine Maßnahme vorgeschlagen.

Lage des Feuchtbiotopes zum Maßnahmengebiet.

Fertiggestellt, weitere Maßnahmen sinnvoll

 

Waldumbau und Förderung der Wildobstpopulation, gefördert durch das Land Niedersachsen

 

Das vorhandene Wildobstvorkommen verjüngt sich kaum. Insbesondere der Verbiss durch das Rehwild und die Nutzung der Wiesenflächen verhindern jede Vermehrung, obwohl die Früchte vor dem „durchfrieren“ nur ungern vom Wild aufgenommen werden und erstaunlich lange unter den Bäumen verbleiben.

 

Wildbirnen:

LÖWE:

 

2.7. Erhaltung alter Bäume, Schutz seltener und bedrohter Pflanzen- und Tierarten.

...

Seltene und in ihrem Bestand bedrohte heimische Baumarten sollen auf geeigneten Standorten gezielt nachgezogen werden, ihr genetisches Potential ist zu sichern.

Das Wildobstvorkommen ist als bedeutend und wertvoll anzusehen.

Die letzte Erfassung und Ortung der einzelnen Individuen mit GPS  im Mai 2014 ergab:

 

112      Wildbirnen (Pyrus pyraster)

 

26        Wildäpfel (Malus sylvestris)

 

Es wurden seitdem weitere Individuen aufgefunden und erfasst.

Beide Arten werden auf der Liste der gefährdeten Arten geführt.

Das genetische Potential der Population dieser Wildobstsorten wird im Sinne des Erhalts einer Sortenvielfalt als schützenswert angesehen. Der Verzicht auf fördernde Maßnahmen würde sicher zum Erlöschen dieser Population führen, Vergreisung ist bei vielen Bäumen bereits zu beobachten. Auch sind in den vergangenen 10 Jahren mehrere Bäume abgestorben.

 

Da z.B. eine Wildapfelblüte von einem Kulturapfel bestäubt werden kann, ist eine Hybridisierung sehr wahrscheinlich. Es ist also eine ausreichende Populationsdichte und ein ausreichender Abstand zu Kulturobst und Streuobstwiesen erforderlich, beides ist im Revier Bisdorf durchaus gegeben.

Kulturnahe Bäume sollten identifiziert und gegebenenfalls entfernt werden.

Eine Auswahl von fünf Wildapfelbäumen wurde freundlicherweise vom Institut für Waldgenressourcen genetisch untersucht.

Vier wurden als „wild“ (nicht hybridisiert) identifiziert.

Ein Baum wurde als kulturnah identifiziert, wobei dieses Individuum wegen äußerlich erkennbarer Abweichungen von den übrigen Bäumen als Gegenprobe ausgewählt wurde.

Die eindeutige genetische Identifizierung der Wildbirne ist momentan offenbar noch nicht möglich.

Der größte Teil der Obstbäume befindet sich in dem Kerngebiet der Biodiversitätsmaßnahme.

 

Bestände der standortfremden Fichte wurden aufgelöst (nicht Bestandteil der Fördermaßnahme) und Kulturen mit Eiche und Hainbuche begründet.

 

Wildobstbäume wurden von bedrängenden Bäumen freigestellt, während die Hecken erhalten blieben. Potentielle Orchideenstandorte wurden händisch beräumt.

Erfassung der genetisch beprobten Individuen.

Erfassung der Kernpopulation und begonnener Waldumbau.

Kernpopulation um den Magerrasen.

Die Eichen und Hainbuchen in Gesellschaft und die Rotbuche gelten als zu fördernde Waldbaumarten des Waldes in diesem Teil des ostbraunschweigischen Hügellands.

Auf diesem trockenen, nährstoffarmen Extremstandort (Buek), scheint ein gewisses Vermehrungspotential der Wildobstbäume zu liegen.

 

Die in 4 verschiedenen Biotoptypen angelegten Weisergatter sollen die Vermehrungschancen ausloten.

 

Wildapfel und Wildbirne in einem neu angelegten Weisergatter:

Hier soll innerhalb der eingezäunten Bereiche im Fallbereich des Wildobstes das Vermehrungspotential desselben untersucht werden.

Weder das Fallobst noch eventuell auflaufende Pflanzen können hier vom Wild erreicht werden.

So können Rückschlüsse auf den Einfluss einer eventuellen Überpopulation des Rehwildes auf die Vermehrung gezogen werden.

Die Naturverjüngung beim Wildobst gilt als schwierig. Nicht nur, weil das Fallobst nach dem Frost gerne vom Wild aufgenommen wird, Wildbirne und Wildapfel sind konkurrenzschwach und können sich gegen viele Großbäume  nur schwer durchsetzen.

 Ziel ist es aber, eine natürliche Verjüngung des Bestandes zu erreichen.

So wurden die Weisergatter im Bereich verschiedener Biotoptypen (Waldinnenraum, Waldrand, Heckenbereich, freie Wiese) angelegt.

Die Weisergatter erfordern eine gewisse Pflege und insbesondere laufende  Beobachtung

Freigestellte und bei der Erfassung markierte Wildbirnen.

5

Fertiggestellt / profitiert von 4/6

Knabenkräuter (Orchis mascula)

 

Die Populationen flackern unregelmäßig immer wieder auf sind aber durch mechanische Einflüsse (Trittschäden durch Schwarzwild) und eventuell Verbiss immer wieder gefährdet. In 2012 konnte ich keine Vorkommen mehr feststellen. Auch Lichtmangel kommt als Grund für den Rückzug infrage.

 

Dieser -bereits als wertvoll erfasste Bereich- grenzt direkt an den Magerrasen, die Strauchzone und dem Kern der Wildobstpopulation an.

 

Der ehemalige Standort der Knabenkräuter wurde im Zuge der Freistellung des Wildobstes und des Magerrasens vorsichtig manuell freigestellt und beräumt.

 

Sollten sich die Orchideen wieder einstellen, könnte auch ein weiterer, bekannter Standort freigestellt werden.

 

 

Eine  Förderung dieser Art findet sich also in Kombination in der Maßnahme „6“ wieder.

 

 

Diese herrliche Orchidee zeigt eine überraschende Farbenvielfalt innerhalb der Art. Fast rein weiße Blüten sind oft im gleichen Bestand mit rosa und tief purpurroten Exemplaren zu finden. Allerdings findet man große Bestände dieser Art immer seltener. Das einstmals in ganz Mitteleuropa, ja fast im ganzen europäischen Raum verbreitete und häufige Kleine Knabenkraut ist fast überall selten geworden oder sogar ganz verschwunden. Diese Art kann als ein typischer Magerkeitsanzeiger angesehen werden. Zu finden ist es noch auf feuchten bis trockenen Wiesen und ungedüngten Weiden, in Flachmooren und auf mageren Bergwiesen auf schwach basischen bis schwach sauren Böden. Gefährdet durch Düngung, Überweidung, Viehtritt, Verbuschung und Aufforstung muss man es heute gezielt schützen, um es zu erhalten. Eine extensive Bewirtschaftung mit einer Verminderung der Weidevielzahl gehört dazu wie auch die gelegentlich Mahd und Entfernung des Mähgutes sowie eine Entbuschung der Standorte.

 

Es ist zu fragen, ob es sinnvoll ist „zentrale“ Populationen durch Zäunen vor dem Schwarzwild, das hier einen zentralen Einstand hat, zu schützen.

Diese Fläche des Magerrasens genießt wegen ihrer Größe (über 100 m² / mehr als 5 m Breite) einen Schutzstatus nach §30 des BNatSchG (Bundesnaturschutzgesetzes)

und ist bereits als wertvolles Biotop behördlich erfasst.

Eine weitere Population der Orchidee ist inzwischen seit über 10 Jahren erloschen uns soll hier nicht weiter verfolgt werden.

Der Weg an dem Maggerrasen ist vor der Beräumung zwar romantisch, für Orchideenarten aber zu dunkel.

Nach der manuellen Beräumung:

Lage eines ehemaligen Orchideenstandortes.

6

Fertiggestellt, Erweiterung der Maßnahme sinnvoll

Magerrasen, gefördert durch das Land Niedersachsen

 

Der vorhandene Magerrasen auf einem mageren und trockenem Extremstandort stellt einen sehr hohen Wert als Biotop dar, ist aber durch vegetative und generative Vermehrung der Hecken (Prunus spinosa, Crataegus, Rosa u.a.) gefährdet. Diese Fläche wird ohne Eingriff in absehbarer Zeit sukzessive verbuschen.

 

Es wurde unerwünschter Aufwuchs gezielt manuell entfernt. Es ist zu Fragen ob der örtliche Schafhalter (Rhode) für eine jährliche Beweidung gewonnen werden kann. Der Wildverbiss greift hier nicht.

 

Wichtig ist bei allen Pflegemaßnahmen einen Nährstoffeintrag zu vermeiden. (Grünmaterial entfernen).

 

Des Weiteren könnte die Fläche in die angrenzende Strauchzone und in eine Aufforstung hinein weiter vergrößert werden. Die hier zutage tretende Bodenstruktur könnte in den Randbereichen in denen sie wieder „abtaucht“ durch Abschieben der Humusauflage freigelegt werden.

Die lückenlose Verbindung des Magerrasens mit der Strauchzone bis hin zum Stillgewässersaum könnte hier einen äußerst interessanten Biotopverbund schaffen.

 

Die ehemalige Orchideenpopulation grenzt hier direkt an.

 

Bei der Freistellung des Magerrasens wurden die Flächen der früheren Knabenkräuterpopulationen besonders sorgsam beräumt und erweitert, gleichzeitig wurden Wildobstbäume in den Randbereichen des Magerrasens freigestellt. In dieser Kernzone profitieren die Wildobstbäume, die Knabenkräuter, der Magerrasen und die Strauchzone auch gegenseitig von den jeweiligen Maßnahmen.

Der Magerrasen vor dem Eingriff.

Die Hecken wurden zurückgenommen:

Die Lage des Magerrasens im Maßnahmengebiet.

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Profitiert von 4/6, weitere Maßnahmen sinnvoll

Strauchzone

 

Angrenzend an den Magerrasen hat sich, unter den, auf dem mageren Extremstandort (Buek 50) zum Teil absterbenden Kiefern, eine Strauchzone gebildet. Wildbirnen sind eingemischt. Euonymus, Crataegus, Sambucus, Amelanchier, Rosa (Wildform), Prunus spinosa haben sich etabliert.

 

Der Bereich ist unzugänglich und der Öffentlichkeit wohl kaum bekannt. Totholz wird auch jetzt schon nicht mehr entnommen. Diese Vegetationsgesellschaft hat sich unter einem absterbenden Kiefernschirm gebildet, während ein angrenzender Fichtenbestand –ebenfalls unter älteren Kiefern- dicht geblieben ist und relativ vital erscheint.

Die Strauchzone wird vom Schwarz – und Rehwild intensiv aufgesucht und als Tageseinstand genutzt.

Die Strauchzone unter einem absterbenden Kiefernbestand.

Ein angrenzender Fichtenreinbestand wird im Zuge der Waldumbaumaßnahmen suksessive aufgelichtet (eventuell auch durch ringeln einzelner Bäume), wir erwarten ein Ausdehnen der Strauchzone:

Auch entstehen so potentielle Flächen für eine Vermehrung des Wildobstes.

Die Lage der Strauchzone im Maßnahmengebiet.

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offen

Wiesenflächen mit Hochstaudenfluren

 

Auf diesen Flächen hat in der Vergangenheit unregelmäßig eine Düngung stattgefunden. In den Jahren, in denen eine Düngung erfolgte, zeigte sich sofort eine Dominanz massebildender Gräser und ein Verlust des Artenreichtums. Ein konsequenter Verzicht auf Düngung, Mahd nach der Blüte (erfolgt momentan durch die Nutzung als Heu für Pferde)  einmal im Jahr, fördert den Artenreichtum auf diesen in Teilen trockenen und mageren Standorten.

 

 

Zulassen einer vereinzelten generativen Vermehrung der Wildbirnen auf den Wiesenflächen durch Zäunen oder sogar durch Stecklingsvermehrung, könnte neben einer ohnehin schon hohen Biotopwertigkeit, zu einem äußerst reizvollen Landschaftsbild führen.

Der Verbissdruck durch Rehwild ist an einem regelrechten „Verbisshorizont“ sichtbar.

 

Die Anlage von Frühmahdstreifen wäre hier sinnvoll.

Die Hochstaudensäume sind zu schonen und zu fördern.

 

 

Hecken sollten hier vereinzelt, in Segmenten auf Stock gesetzt werden, um eine Vergreisung zu verhindern.

Derart stattliche Hecken wurden hier möglich, weil ihre Ausdehnung aus dem Traufbereich der Bäume heraus, in die Wiese hinein, zugelassen wurde.

Sollte die Wiese nicht mehr gemäht werden, wäre ein Schäfer aus Rhode bereit, die Flächen einmal im Jahr zu beweiden, da dieser Schäfer die Schafe zäunt, wäre auch ein Schutz der (sich verjüngenden) Wildbirnen möglich.

 

Echter Alant
Sumpfdotterblume

Maßnahme:

 

Düngung unterlassen. (erfolgt bereits)

Wiesen vermagern.

Wiese einmal im Jahr (ab August) mähen, oder von Schafen abweiden lassen

Mahd in mehreren Gängen.

Frühmahdstreifen anlegen. (erleichtert auch die Bejagung von Fuchs und Rehwild)

 

Populationen in der Nähe sondieren

 

 

 

Geschätzte Kosten:

                                              

Anbaugerät für EURO RAPID, Schlegelmäher:                              5000,-

 

Jährliche Maßnahme

Mähvorgang   640,- x 5 Vorgänge, händisch                                   3200,-

 

 

 

 

 

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bleibt offen

Stillgewässer

 

Das kleine Stillgewässer nördlich der Wiesen dürfte nach § 30 des BNatSchG einen Schutzstatus genießen (über 10 m²) obwohl es offenbar angelegt wurde.

Eine Aufwertung könnte erfolgen, indem die Uferzonen freigestellt werden. Lichteinfall und die Entwicklung eines Bewuchses im Flachwasserbereich würden dadurch ermöglicht.

Auch Wasservögel konnten hier sporadisch beobachtet werden.

 

In Form und Tiefe dürfte nach meiner Interpretation des § 30 des BNatSchG kein Eingriff erfolgen.

Allerdings könnte das hier zeitweise abfließende Wasser auf der darunter liegenden Fläche im Wald erneut angestaut werden.

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Erledigt

Brache mit Kopfweidenallee, gefördert durch das Land Niedersachsen

 

Durch die erfolgte Anpflanzung von 40 Weiden als Allee (Kopfweiden) in Verbindung mit der erfolgten Anlage von 2 Stillgewässern, ist hier die Entwicklung eines nicht genutzten Kleinlebensraumes möglich.

 

 

 

 

Die Kopfweidenallee am Grabenrand stellt als selbständige Kleinstruktur neben dem Angebot von Nistmöglichkeiten auch eine Attraktion für das Landschaftsbild dar (siehe Landschaftsplan).

Ein kleines bachbegleitendendes Bruchwaldfragment schließt sich an die erstellten Stillgewässer  an. Das Bruchwaldfragment könnte sich vergrößern. Es bilden sich bereits staunasse Zonen.

Eine eventuell vorhandene Drainage in der anliegenden Ackerfläche ist durch den tiefen Graben mit der Weidenallee, die ausreichend Lichtraum für die Ackergeräte lässt, nicht betroffen.

Ein angrenzender Acker von 1,7 ha Größe wurde vom Grundbesitzer aufgelassen, hier wurde, laut Genehmigung, der Aushub der Stillgewässer angedeckt, was zu einer Vermagerung der Fläche führen wird.

Die Lage der Brache

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offen

Hecken

 

Erhaltung und Förderung der Straucharten.

Anlage von Hecken in der Mergelkuhle, auf der Brache, an der Waldkante Richtung Mergelkuhle, usw.

 

Ein Problem wird teilweise darin bestehen. Hecken unter dem Trauf der Waldkante zu etablieren, da der Wirtschaftsweg erhalten bleiben muss, sich die Hecken sich also nicht aus dem Trauf heraus entfalten können.

Eine Einzelstammentnahme größerer Bäume könnte Abhilfe schaffen.

 

An Stellen, an denen der bereits vorgenommene Waldumbau die Waldkante berührt, wurde bereits Raum für sich bildende Hecken gelassen.

Die Lage der Hecken im Maßnahmenbereich.

Maßnahme:

 

Hecken anpflanzen, in die Feldflur hinein Korridore bildend

Traufbereich an der Feldkante zurücknehmen

Hecken pflegen (Unten dicht oben licht)

 

 

 

 

Geschätzte Kosten netto für 1000 lfm He> 

Pflanzen                                 2000 Stck x 1,80                               3600,-

Landschaftsbauer                  2000 x 0,70                                        1400,-

Bodenvorbereitung                                                                           1200,- 

Zaunbau                                 2020 lfm x 5,90                                  11110,-                                             

Summe:                                                                                            19310,-

 

 

 

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