Der Busch
Der Busch

Allgemeines

Vernetzung

In der hier gegebenen Möglichkeit die einzelnen Maßnahmen zu vernetzen, liegt ein besonderer Reiz des Vorhabens. Praktisch alle Einzelmaßnahmen können räumlich miteinander verbunden werden, was nach allgemeinen Zielvorstellungen, den Wert der Einzelmaßnahmen steigert.

Weiß               Kernbereich der Maßnahmen

Rot                  ab 2010 von der Landwirtschaft  angelegte Blühstreifen / Bienen weiden

Ocker              Reste einer Rebhuhnpopulation

Grün               Gehölze in der Feldflur  mit „Step“ – Funktion

 

 

Auch sind, wegen der räumlichen Geschlossenheit, die Einschränkungen für die Forst – und Landwirtschaft einfacher zu handhaben, ein wichtiger Aspekt, da das Wohlwollen des Grundeigentümers im Fokus stehen soll.

 

Hohe Dichte der Schutzgüter

Hellgrün:         Hecken

Rot:                 Magerrasen

Rosa:              Strauchzone

Violett:             Orchideen

Blau:               neu angelegtes Stillgewässer

Gelb:               bereits erfolgter Umbau (Öffnung) eines Fichtenbetandes

Dunkelgrün:    angrenzende Wiesenfläche zur Vermagerung vorgesehen

 

Wildapfel (rot)  und Wildbirne (gelb)

 

Hier ist beispielhaft eine hohe Verdichtung der einzelnen Schutzgüter zu sehen.

Viele der einzelnen  Maßnahmen erzeugen einen Synergieeffekt, indem sie unmittelbar positiv auf weitere schützenswerte Aspekte wirken.

 

Alle erfassten Schutzgüter im räumlichen Zusammenhang.

Gelb und rot               Wildobst

Dunkelblau                 neue Stillgewässer

Hellblau                      vorhandene Gewässer

Grün                           Bachbegleitendes Erlenbruch

Rost                            Hecken

Hellocker                    Magerrasen

Violett                         Knabenkräuter

Gelb                            aufgelöste Fichtenreinbestände. Eichen, Hainbuchen, Sträucher angepflanzt und gezäunt

Ocker                         aufgelichteter Fichten und Kiefernbestand

Weiß                           Strauchzone

Rote Linie                   Kopfweidenallee

 

Einen wichtigen Aspekt stellen die Blühstreifen (6 ha im Jahr 2014) dar, die ab dem Frühjahr 2010 bereits jährlich neu angelegt werden.

Sie sollen die Biodiversität in der Feldflur fördern und die landwirtschaftlichen Flächen mit dem Wald durch Korridore verbinden, auch wird der plötzliche Lebensraumverlust durch das schockartige Beräumen der Flächen durch die Bewirtschaftung (Ernte) gepuffert.

 

Jagd

Rot – und Damwild spielen keine nennenswerte Rolle, obwohl sich ein alter Rotwildwechsel durch den Bisdorfer Wald hindurchzieht, Insbesondere Hirsche können in der Feistzeit (Juli August) immer mal wieder – und inzwischen zunehmend - wahrgenommen werden.

Schwarzwild ist Standwild in Bisdorf, allerdings „teilt“ sich das Revier Bisdorf die Rotten mit den Nachbarrevieren.

Rehwild ist die Hauptwildart, auch bei dem vergleichsweise hohen Abschuss von inzwischen über 11 Rehen pro 100 Hektar ist die Verbiss Situation immer noch angespannt.

 

Nach einem im Oktober / November 2010 erfolgten Eingriff in die forstwirtschaftlich genutzten Flächen, stellt der scharfe Eingriff in die Rehwildpopulation sicherlich eine Voraussetzung für die gewünschte Naturverjüngung dar.

 

Das Raubwild ist in Bisdorf reichlich anzutreffen. Fuchs, Dachs, Waschbär und Marderhund sind nachweislich vorhanden. Das Revier verfügt über 3 sehr alte Bauten, die inzwischen alle vom Dachs besiedelt sind und darum nicht mehr mit einem Bauhund bejagt werden können.

Der Fuchs scheint zunehmend auf die sandigen Flächen auf den Äckern „umzuziehen“.

 

 

LÖWE:

2.12 Ökosystemverträgliche Wildbewirtschaftung

In Übereinstimmung mit den jagdgesetzlichen Bestimmungen sind in angemessenem Umfang Wildbestände als Teil der Waldlebensgemeinschaft zu hegen. Die Entwicklung des ökologischen Waldbaus darf andererseits durch überhöhte Wildbestände nicht gefährdet werden.

...

 

 

 

 

Risiken und Probleme

Dieses Konzept soll mit und nicht gegen den Grundeigentümer und die verwaltenden Organe entstehen. Ausmaß, Form und Art der zu verändernden Zonen sollen ausdrücklich  und in vollem Umfang die Zustimmung des wirtschaftenden Eigentümers finden.

Es ist der Wunsch des „Naturnutzers“ neben der Nutzung der Natur auch fördernd für die Biodiversität tätig zu sein. Es gilt also einen Modus zu finden, der nicht –wie es leider oft im Naturschutz geschieht- eine Stellung gegen die - in einer Kulturlandschaft-  Wirtschaftenden einnimmt.

 

Die aufzuwertenden Flächen lassen sich klar definieren und abgrenzen.

Legt ein Grundeigentümer Flächen an, die dem Schutz des niedersächsischen Naturschutzgesetzes nach §28a oder dem §30 des Bundesnaturschutzgesetzes unterliegen, wird er daran interessiert sein, diese Flächen klar zu definieren. Die Furcht vor einer ungewollten Ausdehnung und damit ein stetiger Verlust an Wirtschaftsfläche, sollte nicht zu einer grundsätzlichen Ablehnung der beschriebenen Maßnahmen führen.

 

Das Fließgewässer fällt regelmäßig in niederschlagsarmen Zeiten trocken. Der bereits entstandene Probeteich lässt allerdings hoffen, dass bereits eine geringfügige Vertiefung der Teiche einen Wasservorrat über trockene Perioden hält, dafür spricht auch das hohe Grundwasserneubildungspotential der angrenzender Standorte.

 

 

Der Nährstoffeintrag durch die Landwirtschaft auf angrenzenden Feldern mit zum Teil hohem Potenzial an Stoffaustrag wurde nicht untersucht. Augenscheinliche Beobachtung des neuen Teiches lässt aber einen zumindest temporär recht hohen Nährstoffgehalt vermuten.

 

 

Vogelwelt

Mehrere der oben genannten Maßnahmen haben unter anderem Lebensraumverbesserungen für die Vogelwelt zum Ziel:

 

1          Gewässeranlage

2          Feuchtbiotop

7          Wiesenflächen

9          Brache

10        Hecken

 

Alle Maßnahmen sind in der Fläche miteinander vernetzt. Es entsteht also ein Lebensraum, der die verschiedenen Biotoptypen auf engem Raum bietet.

Der Eigentümer hat sich bereit erklärt die Nutzung dieser Flächen in den Hintergrund treten zu lassen, oder auch ganz aufzugeben.

 

Hier sollen  Vogelarten aufgeführt werden, die von den Maßnahmen profitieren können oder die bereits nachweislich profitiert haben.

 

 

Feldhühner

Das  bereits begonnene revierprägende Aufziehen und Auswildern von Fasanen stellt weniger ein Naturschutzprojekt als den Erlebnisaspekt eines Gesamtkonzeptes dar.

Schulklassen, Kindergärten und natürlich auch Erwachsene konnten im vergangenen Jahr so schon für die Problematik „Kultur versus / inklusive Natur“ interessiert werden. Der Fasan eignet sich symbolhaft zur Ausarbeitung der Feststellung, daß wir in einer (menschengemachten) Kulturlandschaft leben und Naturschutz nicht in der Lage ist und deshalb auch nicht zum alleinigen Ziel haben kann, überwiegende Teile der Landesfläche in einen „Urzustand“ zurückzuführen. Naturschutz ausschließlich als Entnahme von Flächen aus der menschlichen Einflussnahme zu verstehen, kann nicht unser einziges Bemühen für den Naturschutz darstellen. Naturschutz als Erhöhung der Biodiversität in einer bewirtschafteten Kulturlandschaft, mit dem Nutzer und nicht gegen ihn, ist eine Forderung.

Dennoch wollen wir dieses Projekt an unsere Maßnahmen ankoppeln, die auch Flächen in einen möglichst naturnahen (ursprünglichen) Zustand zurückführen wollen.

 

Eine Bejagung des Raubwildes ist wohl Voraussetzung für die Errichtung einer stabilen Population an Rebhühnern und Fasanen. Insbesondere da sich Waschbär und Marderhund nachweislich angesiedelt haben. Wie inzwischen fast überall stellen aber wohl die „fliegenden Räuber“ das Hauptproblem dar.

Rebhuhn

Eisvogel

Schwarzstorch

Kranich

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